FAQ – Fragen und Antworten – hyperbare Sauerstofftherapie HBOT- Verlauf und Kontraindikationen
FAQ Fragen und Antworten hyperbare Sauerstofftherapie HBOT – Haben Sie Fragen zur hyperbare Sauerstofftherapie in der Schweiz? Hyperbare Oxygenierung, HBOT, hyperbare Kammer, Sauerstoffkammer, Kostenübernahme von Krankenkassen? Wir antworten gerne alle Ihre Fragen.
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Wie lange dauert eine therapeutische Behandlung in der Druckkammer?
Eine einzelne Behandlung dauert 45 Minuten zuzüglich einer Kompressions- und Dekompressionszeit von jeweils ca. 10 Minuten. Daraus ergibt sich eine Gesamtaufenthaltsdauer in der Kammer von 65 Minuten. Es ist auch möglich, maximal 2 Behandlungen in einer Therapiesitzung zu kombinieren (oft von Patienten gewählt, um den therapeutischen Effekt in einer Sitzung zu maximieren und Zeit beim Pendeln zu sparen). Eine Doppelbehandlung dauert 90 Minuten (2×45 Min.) zuzüglich Kompressions- und Entspannungszeit.
Ist eine ärztliche Überweisung oder Beratung erforderlich, um eine Überdrucktherapie durchführen zu lassen?
Eine ärztliche Überweisung oder Beratung ist nicht erforderlich. Wenn Sie jedoch nach dem Lesen der Kontraindikationen für eine Therapie (die auf unserer Website oder in der Erklärung, die Sie bei uns ausfüllen, beschrieben sind) Zweifel haben, ob Sie sich einer Therapie unterziehen können, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Familienanamnese oder Behandlung einer aktuellen Erkrankung.
In welchem Umfang sind Behandlungen erforderlich, um einen Therapieeffekt zu erzielen?
In Bezug auf die hyperbare Sauerstofftherapie wird von Fachleuten eine Mindestanzahl von fünf Behandlungen empfohlen, um erste therapeutische Effekte zu erzielen.
Die Effektivität der Therapie ist von der Art der Erkrankung sowie dem aktuellen Zustand des Körpers abhängig. Im Falle chronischer Erkrankungen und akuter Zustände sind längere Rehabilitationssitzungen erforderlich als bei präventiven Behandlungen. Ein Diabetiker mit schweren Durchblutungsstörungen und diabetischem Fußsyndrom benötigt nach einer Zehenamputation 20 bis 30 Behandlungen, um die Wundheilung effektiv zu unterstützen. Eine andere Person, die beispielsweise unter rheumatischen Beschwerden leidet, kann bereits nach zehn Behandlungen einen deutlichen Unterschied feststellen. Dies ist eine sehr individuelle Angelegenheit und es ist bedauerlicherweise nicht möglich, die genaue Anzahl der erforderlichen Behandlungen im Voraus zu bestimmen.
Die Erfahrung zeigt, dass Kundinnen und Kunden, die die positive und heilende Wirkung der Kammer feststellen, ihre Therapiesitzungen häufig verlängern, indem sie Folgepakete kaufen.
Welches ist der beste Zeitraum für die Anwendung des gekauften Behandlungspakets?
Damit die Behandlungen den gewünschten therapeutischen Effekt erzielen, müssen sie täglich durchgeführt werden.
Ein Beispiel für ein Paket mit zehn Behandlungen ist: Montag bis Freitag (oder bis Samstag), täglich für zwei Wochen, mit einer Pause am Samstag und Sonntag. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich für Doppelbehandlungen zu entscheiden, wodurch sich die Dauer des Gesamtpakets auf fünf Tage verkürzt.
Wie sieht die Behandlung in der hyperbaren Kammer aus?
Der Ablauf der Therapie gestaltet sich wie folgt: Es ist nicht notwendig, sich speziell auf die Behandlung vorzubereiten. Es ist von wichtig, dass Sie keinerlei elektronische Geräte (beispielsweise ein Tablet) oder persönliche Gegenstände wie Uhren oder Schmuck in die Kammer mitnehmen. Es ist zudem erforderlich, dass Sie Ihre Haare nicht lackieren, keine Schminke, Kosmetika oder Cremes verwenden, Ihre Fingernägel mindestens einen Tag zuvor lackieren und bewegliche medizinische Hilfsmittel wie beispielsweise Hörhilfen entfernen. Im Anschluss werden Sie gebeten, die von uns zur Verfügung gestellte oder Ihre eigene bequeme Baumwollkleidung anzulegen, die Toilette aufzusuchen und die Kammer zu betreten. Während des Eingriffs wird Ihnen eine Sauerstoffmaske angelegt, durch die Sie 96 % Sauerstoff einatmen. Sie haben die Möglichkeit, fernzusehen, zu lesen oder zu schlafen. Sie werden während des gesamten Eingriffs überwacht, wobei Sicht- und Sprechkontakt gewährleistet sind.
Können auch Kinder und Jugendliche behandelt werden?
Ja, die Therapie bei Kindern erfolgt nach demselben Schema wie bei Erwachsenen. Allerdings kann es in Einzelfällen vorkommen, dass das kleine Kind, obwohl es mit seiner Mutter in der Kammer ist, durch Weinen und Unzufriedenheit zeigt, dass die Situation für es unangenehm ist. Es versucht in diesen Fällen oft, die Sauerstoffmaske abzunehmen, was die Wirkung der Behandlung abschwächt. Um dem Kind Stress zu ersparen, wird empfohlen, die Behandlung am besten während eines Mittagsschlafs oder am Abend durchzuführen, wenn die Kinder bereits schlafen.
Welcher Unterschied besteht zwischen unserer Hartkammer und der Einpersonen-Weichkammer?
Die von uns angebotene harte Überdruckkammer, deren Komponenten von einem japanischen Unternehmen stammen, das auf dem Markt für Ein- und Mehrpersonen-Überdruckkammern führend ist, weist einen Druck von bis zu 1,5 ATA auf, was höher ist als der Druck der meisten weichen Kammern, die lediglich 1,3 ATA erreichen. Sie ist für den Einsatz im Rehabilitationsmarkt vorgesehen. Ein Druck von ca. 1,5 ATA stellt den minimalen therapeutischen Druck dar, der erforderlich ist, um eine therapeutische Wirkung bei der hyperbaren Sauerstofftherapie zu erzielen.
Ist eine Nutzung der Therapie bei Vorhandensein eines Implantats in der Wirbelsäule möglich?
Ja, auch bei eingesetzten oder verschraubten Dauerelementen, wie beispielsweise Implantaten, ist der Einsatz einer hyperbaren Sauerstofftherapie möglich.
Was sind Kontraindikationen für eine Therapie?
Die wichtigsten absoluten Kontraindikationen für den Einsatz einer Sauerstofftherapie sind ein unbehandelter Pneumothorax sowie die Einnahme von Zytostatika, beispielsweise Bleomycin, Doxorubicin, Disulfiram und ähnlicher Wirkstoffe. Zu den relativen Kontraindikationen, d. h. einer vorherigen Rücksprache mit einem Arzt, zählen auch Schwangerschaft, Asthma, Emphysem oder obstruktive Lungenerkrankungen, Epilepsie, chronische Sinusitis, akute Infektion der oberen Atemwege, Fieber, Klaustrophobie, disseminierter Krebs, Herzschrittmacher, Optikusneuritis. Bei anderen Erkrankungen empfiehlt es sich im Zweifelsfall, die Meinung des behandelnden Arztes einzuholen, um mögliche Kontraindikationen für eine hyperbare Sauerstofftherapie auszuschließen.
Können auch Menschen mit Bluthochdruck von Behandlungen profitieren?
Ja, allerdings muss der Druck ausgeglichen werden und der Kunde darf vor dem Eingriff weder Platzangst noch Angst haben.
Kann nach der Operation eine Überdrucktherapie durchgeführt werden?
Ja, auch Kunden, die sich kurz nach einer Operation einer hyperbaren Sauerstofftherapie unterziehen, um den Wundheilungsprozess zu beschleunigen, sind keine Seltenheit. In einem solchen Fall ist jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erforderlich.
Ist eine Sauerstofftherapie bei Herzerkrankungen oder anderen Kreislauferkrankungen möglich?
Ja, auch Kunden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen können von einer hyperbaren Sauerstofftherapie profitieren. In Zweifelsfällen wird eine Konsultation des behandelnden Arztes empfohlen.
Welcher finanzielle Aufwand ist mit einer Therapie verbunden?
Die Kosten einer Therapie sind abhängig von der Art/Dauer der Behandlungen. Eine Übersicht über die aktuellen Preise finden Sie auf unserer Website im Reiter „KOSTEN”.
Ist eine hyperbare Sauerstoffbehandlung als sicher zu betrachten?
Die Sicherheit einer hyperbaren Sauerstoffbehandlung ist durch eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet. Diese ermöglichen eine sichere und komfortable Therapie. Des Weiteren ist der während des Eingriffs verwendete Druck von bis zu 1,5 ATA so niedrig und nicht invasiv, dass während des Eingriffs praktisch keine HNO- oder andere Komplikationen auftreten.
Wie viel Unbehagen kann man beim Komprimieren von Luft in der Anfangsphase des Eingriffs verspüren?
Für einen Kunden, der sich in der Kammer aufhält, sind die Empfindungen ähnlich wie bei Höhenänderungen während eines Flugzeugflugs. Durch einige einfache Übungen, wie beispielsweise Gähnen, Speichelschlucken oder das Verstopfen von Nase und Mund, sowie das Einatmen von Luftblasen, kann der Druck in den Ohren ausgeglichen werden. Nach zwei- bis dreimaliger Behandlung gewöhnt sich der Körper so sehr an die eintretenden Veränderungen des Drucks, dass bei den meisten Patienten die wahrgenommenen Druckveränderungen nicht mehr signifikant sind. Während der Kompressionsphase ist ein Anstieg der Temperatur in der Kammer zu verzeichnen, welcher durch die an die Kammer angeschlossene Klimaanlage ausgeglichen wird.
Ist die Nutzung der Kammer für Menschen mit Klaustrophobie geeignet?
Eine ausgeprägte Klaustrophobie stellt eine Kontraindikation für die Anwendung der Kammer dar. Einfache Ängste oder Furcht vor dem Aufenthalt in der Kammer entstehen jedoch meist dadurch, dass die Betroffenen nicht wissen, wie der Eingriff durchgeführt wird und welche Empfindungen zu erwarten sind. Diese Ängste verschwinden in der Regel nach zwei bis drei Behandlungen. Die Möglichkeit, einen Film oder eine Lieblingsfernsehsendung anzusehen, lenkt zusätzlich vom eigentlichen Eingriff ab und senkt so den Stresspegel.
Wo werden unsere Behandlungen durchgeführt?
Die Behandlungen werden in den Räumlichkeiten unseres Unternehmens an der Zetzwilerstrasse 370 in Gontenschwil durchgeführt. In der Nähe des Gebäudes befinden sich Parkplätze. Zudem ist eine Anreise mit der Bahn möglich (Linie Aarau-Menziken).
